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UNSERE FORSCHUNGSPROJEKTE IM

CoReLo
CSR-Management in Logistik-Netzwerken

OrGoLo
Organisatorische Innovationen mit Good Governance in Logistik-Netzwerken

DynKo
Dynamische Konsolidierung


Interessen: kurz oder lang

Die optimale Schnittmenge von Interessen hat große Bedeutung für das Gelingen gemeinsamer Aufgaben. Frachtführer, Spediteure und Verlader gehen verschiedenen Interessen nach, die sich dennoch bei sinnvoller Abstimmung gut ergänzen.

Unsere Forschung belegte, dass dem Verlader eine führende Rolle von seinen Marktpartnern zuerkannt wird. Ihm gehört die Ware, die es zu transportieren gilt und deren Gebrauchswert steigt, wenn der Kunde zufriedengestellt wird. Egal, ob er am Anfang oder am Ende der Transportkette steht: er gilt als „Verlader“ – und der entscheidet, wer die Leistung erbringt.

Den Interessen des Verladers ist jedoch nicht gedient, wenn er die Wettbewerbsfähigkeit seiner Dienstleister überdehnt. Letztendlich entscheidet nicht die niedrigste Zahl im Preisangebot, sondern die beste Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen. Oft ändern sich nach Auftragsvergabe die Verhältnisse; dann zeigt sich der Wert langfristiger Partnerschaften, die nicht nur Kurzzeitinteressen befriedigen.

 

Komplementäre Interessen

Frachtführer wollen Kapazitäten auslasten. Optimierung ihrer Leistung erreichen sie durch möglichst hohe Ausnutzung des verfügbaren Laderaums. Eingeengt wird diese z.B. durch unvereinbare Termine. Fehlende Rückfracht verursacht dann Leerfahrten mit hohen Kosten.

Spediteure wollen Verkehre bündeln. Ihre Potenziale beruhen auf Frachtkapazitäten der Verkehrsträger Straße, Wasser, Schiene oder Luft – inklusive freier Wege zu den gewünschten Zeiten. Ihre Organisationsleistung wird geringer, wenn sie unvollständig informiert oder fehlerhaft instruiert werden.

Verlader wollen Empfänger beliefern. Risiken der Leistungserbringung resultieren aus unpünktlicher Warenbereitstellung, störender Zollkontrolle oder unterbrochener Aktionskette. Oft fehlen ihnen technisch-organisatorische Voraussetzungen zur Früherkennung von Planabweichungen mit Möglichkeiten zur Umsteuerung (z.B. Performance-Kontrolle).

(Aus den Erkenntnissen im Projekt CoReLo)